
Santini
Hinter dem Namen Santini steht eine Unternehmerfamilie, die eine lange Tradition fortführt und zugleich bewahrt. Im Gespräch mit CEO Mauro Santini konnten wir einen Einblick in diese innovative Unternehmensgruppe erhalten, die als eine der wichtigsten Akteure im Bereich Abfallsammlung, -transport und -verwertung gilt.
Herr Santini, das RENTRI-System stellt einen Wendepunkt in der Abfallwirtschaft dar. Wie ist die Unternehmensgruppe Santini mit der Einführung des neuen digitalen Datenerfassungssystems zur Rückverfolgbarkeit umgegangen?
Mauro Santini: RENTRI ist das informatische System zur Rückverfolgbarkeit von Abfällen in Italien. Die Umstellung auf RENTRI war komplex, aber auch spannend. Es war ein starker Impuls zur Digitalisierung und Verbesserung interner Prozesse, hat aber vor allem die Kundenbeziehung gestärkt. Wir haben sie als Werkstatt für Veränderungen erlebt, die deutlich gemacht hat, wie die Rückverfolgbarkeit von Abfällen zu einem gemeinsamen Mehrwert werden kann. Die Südtiroler Unternehmen haben darauf positiv und konstruktiv reagiert, indem sie eine gesetzliche Verpflichtung in eine Wachstumsmöglichkeit verwandelten.
Welche Rolle spielt die Handelskammer Bozen für die Unternehmen in dieser entscheidenden Phase?
Die Rolle der Handelskammer Bozen war entscheidend, weil sie den Südtiroler Unternehmen mit gezielten Maßnahmen und praxisnahen Lösungen zur Seite steht. Das Verzeichnis der Umweltfachbetriebe der Handelskammer Bozen bietet den Unternehmen eine verlässliche und fachkundige Unterstützung.

Können Sie darlegen, wie die Optimierung der Abfallwirtschaft messbare Vorteile gebracht hat?
RENTRI war zwar aufwändiger für die Abfallerzeuger, hat jedoch vielen Unternehmen ermöglicht, fortschrittlichere Überwachungssysteme einzuführen. Dies hat die Steuerung der Prozesse verbessert, mangelnde Wirtschaftlichkeit verringert und zu einem sorgfältigeren Umgang mit Abfällen geführt. Die Abfallerzeuger müssen lernen, ihren Abfall als Ressource und nicht mehr als Problem zu betrachten.
Seit einigen Tagen ist das digitale Formular in Betrieb. Was halten Sie von Digitalisierung?
Die Digitalisierung ist ein wichtiges Ziel für die Unternehmen im Land. Anfangs kann sie Herausforderungen mit sich bringen, doch Anpassungsbereitschaft und Zeit helfen, sich in einem zunehmend digitalisierten Umfeld erfolgreich zu behaupten.
Kurzbiografie
Mauro Santini, Unternehmer und Vizepräsident des Unternehmerverbandes Südtirol, ist in Bozen aufgewachsen. Seit seiner Jugend ist er eng mit dem Familienunternehmen verbunden und entwickelte dabei Unternehmergeist und Handlungskompetenzen. Nach seinem Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaft absolvierte er ein Masterstudium in Umweltmanagement an der LUISS-Universität in Rom. Somit konnte er sich die notwendigen Kompetenzen aneignen, um das Wachstum und die Innovation der Unternehmensgruppe Santini voranzutreiben. Heute unterstützt er seinen Bruder Andrea und seinen Vater Sergio in der Unternehmensführung und führt das Erbe seines Großvaters Marino, dem Gründer des Unternehmens weiter.
Die Unternehmensgruppe Santini, ein traditionsreicher Konzern mit Sitz in Bozen, nimmt durch die Implementierung integrierter und innovativer Lösungen eine Vorreiterrolle in der Bewältigung der Herausforderungen in Verbindung mit Abfällen ein. Dank umweltfreundlicher Vorgehensweise werden die Materialien wiedergewonnen und in den Produktionskreislauf zurückgeführt, wodurch die Umweltbelastung verringert und ein Mehrwert für Südtirol geschaffen wird.








