Die Handelskammern von Bozen und Trient tagten in Kurtatsch

Die Handelskammern von Bozen und Trient tagten in Kurtatsch

Ständige Konferenz
Datum

Gestern fand im Unternehmen Rothoblaas in Kurtatsch die Ständige Konferenz der Handelskammern von Bozen und Trient statt. Die Tagesordnung umfasste die für die Region wichtigen Themen Mobilität und Erreichbarkeit, Tourismus sowie Entsiegelung.

Ziel der Ständigen Konferenz der Handelskammern von Bozen und Trient ist es, Tätigkeiten und Projekte in Bereichen, die die gesamte Region betreffen, miteinander abzustimmen und zu fördern. Als einheitlicher Ansprechpartner für die gesamte Region Trentino-Südtirol ermöglicht sie zudem den beiden Handelskammern, auf gesamtstaatlicher Ebene und innerhalb des italienischen Handelskammersystems stärker aufzutreten, auch da man gemeinsam eine größere Zahl an Unternehmen vertritt.

Nach einer Besichtigung des Unternehmens Rothoblaas diskutierten die Teilnehmenden, welche Infrastrukturen für die wirtschaftliche Entwicklung der Region prioritär sind. Diese wurden im Jahr 2021 anlässlich der Erstellung des ersten Weißbuchs zum Infrastrukturbedarf von Trentino-Südtirol definiert, das durch die Zusammenarbeit von Uniontrasporti mit den Handelskammern von Trient und Bozen entstand. Nun, fünf Jahre später, will man einen neuen Dialog mit den Unternehmen anstoßen, um die Maßnahmen zu aktualisieren, da sie von strategischer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region sind. Die Kammern tauschten sich über die Festlegung der Prioritäten aus, die in die bereits vierte Ausgabe des Weißbuchs aufgenommen werden sollen.

Im Folgenden präsentierten das Statistikinstitut der Provinz Trient und das WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen eine detaillierte Analyse der touristischen Ausgaben. Es wurden die Tagesausgaben pro Tourist gegenübergestellt, getrennt nach Ausgabenart (Übernachtung, Essen, Einkauf, Transport usw.) und für verschiedene Bezirke, getrennt nach Unterkunftsart, sowie nach Herkunftsland der Gäste. Es zeigt sich, dass die Ausgaben der Touristen im Winter im Trentino und in Südtirol ähnlich hoch sind, im Sommerhalbjahr hingegen geben die Gäste in Südtirol mehr Geld aus als im Trentino. Das ist zum einen auf das unterschiedliche touristische Angebot zurückzuführen, aber auch auf die größere Bedeutung der Zwischensaisonen (Frühjahr und Herbst) in Südtirol.

Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen, sprach das wichtige Thema der Entsiegelung an: Die Entsiegelung von Flächen trägt dazu bei, Städte und Gemeinden klimaresilienter zu machen. Eine Studie der Universität Trient zeigt, dass bereits teilweise Entsiegelungen, etwa durch durchlässige Beläge, Baumrigolen oder Grünstreifen, positive Effekte erzielen. So können begrünte Flächen die Oberflächentemperaturen senken, den thermischen Komfort verbessern und Hitzeinseln im städtischen Raum reduzieren. Gleichzeitig wird die Regenwasserbewirtschaftung optimiert, da Niederschläge besser versickern oder verzögert abfließen können.

„Die enge Zusammenarbeit zwischen den Handelskammern von Bozen und Trient ist ein wichtiger Beitrag, um die Interessen der Unternehmen in unserer Region gemeinsam zu vertreten. Gerade bei Themen wie Infrastruktur, Tourismus und einer nachhaltigen Entwicklung unserer Städte und Gemeinden ist es entscheidend, über die Grenzen einzelner Gebiete hinauszudenken und gemeinsame Lösungen voranzutreiben. Die Ständige Konferenz bietet dafür den passenden Rahmen“, so die Führungsspitze der Handelskammer von Bozen und Trient.

Kontakt

Generalsekretariat
0471 945 615