Chamber of Commerce of Bolzano

Mehr Informatiker braucht das Land

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Tuesday, 26 May 2015

Mehr Informatiker braucht das Land

Der IT-Sektor gehört zu den am schnellsten wachsenden Sektoren der Südtiroler Wirtschaft. Die Arbeitskräfte in dieser Branche müssen gut ausgebildet sein, um Schritt halten zu können. Dies war das Hauptergebnis der zweiten Veranstaltung der Reihe „Zukunftswerkstatt Südtirol“, die Anfang Mai stattfand. Im Unternehmen ACS Data Systems in der Bozner Industriezone kamen Expert/innen, Unternehmer/innen und Interessierte zu Wort.

Aus- und Weiterbildung sind entscheidende Faktoren für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Deshalb war es Ziel der heurigen Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Südtirol“ der Handelskammer, die erforderlichen Qualifikationen für den Arbeitsmarkt der Zukunft zu analysieren.
Das WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen hat den Fachkräftebedarf der Zukunft im IT-Sektor untersucht. Will man an die Top-Regionen Europas in der Branche herankommen, sind wir auf mehr hochqualifizierte Arbeitskräfte angewiesen. Vor allem Informatiker/innen und Softwareentwickler/innen, aber auch mehr Mitarbeiter/innen mit Managementqualifikationen werden in Zukunft gefragt sein. Der Bedarf an Techniker/innen wird nach wie vor groß sein, während es etwas weniger Bürokräfte brauchen wird.
Die Geschäftsführer und Inhaber von ACS Data Systems, Luis und Martin Plunger haben klare Vorstellungen vom Bedarf an Arbeitskräften: „Im IT-Sektor braucht es eine große Menge an Fachkräften. Die Fakultät für Informatik an der Universität Bozen ist hierbei eine wichtige Ausbildungsstätte. Insgesamt soll verstärkt auf eine praxisnahe und technische Ausbildung gesetzt werden.“
Handelskammerpräsident Michl Ebner betont: „Ausbildung und lebenslanges Lernen sind sehr wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit der Südtiroler Wirtschaft. Wir setzen uns für dieses Thema ein, um einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein.“
Zudem berichtete Francesco Ricci, Dekan der Fakultät für Informatik der Uni Bozen, von seiner Forschung im Bereich der Kontextsensitivität. Es handelt sich hierbei um eine Software die Informationen aus dem Umfeld einer Person einbezieht, um auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer reagieren zu können. Dies ist ein großer Trend im IT-Bereich und das Potential ist beträchtlich.
Die Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Südtirol“ findet jährlich statt und hat den Zweck, wichtige Herausforderungen für die Zukunft Südtirols zu erkennen und zu diskutieren. Dazu treffen sich lokale Entscheidungsträger/innen und Expert/innen zum gemeinsamen Gedankenaustausch.

Weitere Auskünfte erteilt das WIFO, Ansprechpartner Georg Lun, Tel 0471 945 708 oder E-Mail: georg.lun@handelskammer.bz.it.