Chamber of Commerce of Bolzano
Merkantilmuseum

Die Brennerroute

Neue Sonderausstellung im Merkantilmuseum Bozen

Data: 
Tuesday, 20 November 2018
Ora: 

Heute Abend wurde im Ehrensaal des Merkantilgebäudes die neue Sonderausstellung „Die Brennerroute. Eine europäische Verbindung zwischen Mittelalter und Neuzeit ” eröffnet. Dem Publikum wurde auch das zur Ausstellung gehörende Heft Nr. 9 des Museums vorgestellt. Im Heft wird die Geschichte verschiedener Persönlichkeiten vertieft, die im Laufe der Jahrhunderte diesen wichtigen Verbindungsweg beschritten haben.

Die Brennerroute, einer der wichtigsten Verbindungswege zwischen Nord- und Südeuropa, spielt bereits seit vielen Jahrhunderten eine grundlegende Rolle für die Gesellschaft und Wirtschaft unseres Landes. Mit den jüngsten Modernisierungsprojekten ist die Brennerroute wieder ein hochaktuelles Thema, daher hat das Merkantilmuseum beschlossen, ihre Bedeutung mit einer Sonderausstellung hervorzuheben.

Seit der Errichtung der Brennerstraße an der Wende zwischen dem I. und II. Jh. n. Chr. durch die Römer wurde die ursprüngliche Strecke je nach Transportanforderungen und technischen Fortschritten der jeweiligen Zeit mehrmals geändert. Was sich im Laufe der Jahrhunderte hingegen kaum geändert hat, ist die Funktion der Brennerstraße als wichtige Verkehrsachse und die Möglichkeit des Austausches und der Verbreitung von Ideen, Wissen und Kultur.

Genau dieser Aspekt bildet auch den Schwerpunkt der Ausstellung im Merkantilmuseum. Durch kostbare Dokumente, Kunstwerke, Porträts, Ansichten und Gegenstände wird von den Geschehnissen aus dem Leben verschiedener Intellektueller und Künstler, frommer Pilger und Ketzer, Kaufleute und Verbannter, mächtiger Herrscher und gewöhnlicher Bürger erzählt, die den Brenner zu Fuß, mit der Kutsche oder auf Tieren überquerten.

Die Ausstellung beleuchtet vor allem die Beweggründe der Reisenden und ihre Erwartungen und tatsächlichen Erfahrungen. Dies geschieht durch die genauere Beschreibung des Durchzuges von sieben Persönlichkeiten, die vom Mittelalter an über 700 Jahre hinweg die Brennerstraße auf verschiedenste Weise zurückgelegt haben. In der Ausstellung trifft der Besucher auf Heinrich IV., den Abt Albert von Stade, den Künstler Albrecht Dürer, den Philosophen und Theologen Martin Luther, die Familie der Kaufleute Zenobio, die Braut Maria Isabella von Bourbon und den Musiker Antonio Salieri. Ein Sonderbereich der Ausstellung ist zudem sechzehn, oder besser gesagt fünfzehn Reisenden und einem Elefanten gewidmet. Diese wurden „nach Gefühl“ aus der Vielfalt mehr oder weniger berühmter Frauen und Männer gewählt, welche die Brennerstraße von der Antike bis zum letzten Jahrhundert beschritten haben.

Das Heft zur Ausstellung beschreibt zudem in einem eigenen Kapitel die Modernisierungsarbeiten, die vom 18. Jahrhundert bis heute an der Strecke vorgenommen wurden. Dabei werden die Gründe und die Auswirkungen der Eisenbahn, der Autobahn und nun des Brennerbasistunnels auf das umliegende Gebiet genauer beleuchtet.

eröffnung

„Die Ausstellung zeigt die zentrale Bedeutung der Brennerroute im Laufe der Jahrhunderte. Dabei wird auch deutlich, wie wichtig die Erreichbarkeit seit jeher für unser Land ist“, erklärte Handelskammerpräsident Michl Ebner. Der Präsident richtete anschließend einen besonderen Dank an die privaten Sammler für die geliehenen Werke sowie an den Betreuer der Ausstellung, Walter Landi vom Landesarchiv, an die Referentin des Merkantilmuseums Elisabetta Carnielli und an die einzelnen Autoren für ihre Beiträge zum Heft.

Die Ausstellung kann ab Mittwoch, 21. November 2018 bis Ende Oktober 2019 im Merkantilmuseum, Lauben 39 in Bozen, von Montag bis Samstag von 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr besichtigt werden. Das Museum ist zudem vom 1. bis 23. Dezember auch samstags und sonntags durchgehend von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet.

Für Führungsvormerkungen und weitere Informationen steht das Merkantilmuseum der Handelskammer Bozen, Ansprechpartnerin Elisabetta Carnielli, Tel. 0471 945 630, E-Mail: mm@handelskammer.bz.it zur Verfügung.