Handelskammer Bozen
Wirtschaft = Zukunft

FlyingBasket

Fliegende Helfer

Entlegene Orte mit Drohnen beliefern – das ist die Vision von „FlyingBasket“. Das Start-Up wurde vor fünf Jahren von den beiden Jungunternehmern Moritz und Matthias Moroder gegründet und hat mittlerweile einen eigenen Firmensitz in Schabs und 12  Mitarbeiter/innen. Die Brüder sind sich sicher: Drohnentransporte werden die Logistik revolutionieren.

Wie und wo ist die Idee für FlyingBasket geboren und wer hatte die zündende Idee zur Unternehmung?
Moritz Moroder: Beim Wandern haben mein Bruder und ich einen Helikopter bei der Belieferung einer Schutzhütte gesehen. Wir waren uns sicher, dass es einen Weg gibt, diese Aufgabe effizienter zu erledigen. Als Hobbydrohnen immer beliebter wurden, hatten wir eine kleine Drohne an der wir „rumgebastelt“ haben, so kam uns die Idee, dass eine größere Drohne den Lastentransport zu den Hütten durchführen könnte. Daraufhin haben wir im Jahr 2015 das Unternehmen gegründet.

Was genau macht FlyingBasket und wo sind eure Drohnen überall einsetzbar?
Seit unserer Gründung haben wir vor allem in der Forschung und Entwicklung gearbeitet und verschiedene Forschungsprojekte erfolgreich abgeschlossen. Mit unserem Prototyp FB3, der eine Last von 100 kg trägt, haben wir bereits Lebensmittel zu Hütten geliefert und starten in der Sommersaison 2020 mit der kommerziellen Dienstleistung. Zudem sind wir dabei Anwendungen in anderen Gebieten zu finden, z.B. sind in nächster Zeit Testflüge für ein lokales Forstinspektorat, für ein Energieunternehmen und ein Bauunternehmen geplant.

Die ersten Jahre nach der Unternehmensgründung sind bekanntlich die schwersten. Welche waren die größten Schwierigkeiten, die es zu überwinden galt?
Als wir FlyingBasket gegründet haben, waren wir überzeugt innerhalb eines Jahres mit der Schutzhüttenbelieferung starten zu können. Wir lagen falsch. Vor allem die Regulierungen der Luftfahrtbehörden hatten wir unterschätzt. Neben technischer Schwierigkeiten war und ist es eine große Herausforderung Investoren zu finden, die sich für unser Projekt begeistern und bereit sind Geld zu investieren. Auch das Finden von qualifiziertem Personal ist nicht leicht. Wir sind ständig auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern im Bereich Software- und Hardware-Entwicklung aber auch Drohnenpiloten.  

FlyingBasket HP Drohne

Wie setzt sich euer Team zusammen und wie würdet ihr eure Unternehmenskultur beschreiben?
Zu unserem Team gehören drei Inder, ein Kanadier und ein Spanier, der Rest stammt aus Südtirol. Bei der Arbeit sprechen wir hauptsächlich englisch. Was uns noch fehlt sind mehr weibliche Mitarbeiterinnen. Wir legen viel Wert auf ein harmonisches Arbeitsumfeld, das heißt wir suchen unser Personal nicht nur nach technischen Fähigkeiten und Kompetenzen, sondern schauen ob sie auch in unser Team passen. Zu Mittag kochen wir im Büro und essen alle gemeinsam an einem großen Tisch. Wir organisieren immer wieder Tätigkeiten auch außerhalb der Arbeit um den Teamgeist zu fördern.

Wo seht ihr FlyingBasket in zehn Jahren?
Das ist schwierig zu sagen, vor einem Jahr waren wir noch zu zweit beim Tüfteln in der Garage unserer Großmutter, nun sind wir 12 Personen in einem Büro mit Werkstatt und Labor. Die Richtung die wir nun einschlagen möchten, ist unser Unternehmen als Entwickler von personalisierten Drohnen zu etablieren.

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