Handelskammer Bozen

Rückverfolgbarkeit der Abfälle - SISTRI

Das SISTRI ist für folgende Subjekte Pflicht:

  • Körperschaften und Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, Ersterzeuger von gefährlichen Sonderabfällen aus den folgenden Tätigkeiten:

- Landwirtschaft und Agroindustrie, professionelle Fischerei und Aquakultur

- Abbruch-, Bau- und Erdbewegungstätigkeiten

- industrielle Verarbeitungen

- handwerkliche Verarbeitungen

- Handelstätigkeiten

- Dienstleistungstätigkeiten

- Tätigkeiten aus dem Sanitätsbereich

  • Körperschaften und Unternehmen, Ersterzeuger von gefährlichen Sonderabfällen, welche die Abfälle zwischenlagern;
  • Körperschaften und Unternehmen, welche gewerbsmäßig gefährliche Sonderabfälle transportieren, einschließlich ausländische Frächter, welche auf dem italienischen Gebiet tätig sind;
  • Körperschaften und Unternehmen, welche gefährliche Haus- und Sonderabfälle behandeln, verwerten, entsorgen, handeln oder vermitteln, einschließlich "neue Erzeuger", welche gefährliche Abfälle behandeln oder erzeugen;
  • im Falle von Intermodal-Transporten, jene Subjekte, welchen die gefährlichen Sonderabfälle bis zur Übernahme von Seiten der Schiffs- oder Eisenbahnunternehmen oder des nachfolgenden Transportunternehmens anvertraut werden;

Im Falle von Unternehmen und Körperschaften, welche die eigenen gefährlichen Abfälle sammeln oder transportieren, ist die Eintragung ins SISTRI nur dann verpflichtend, wenn die in der Kategorie 2 -bis des Verzeichnisses der Umweltfachbetriebe eingetragenen Unternehmen und Körperschaften auch als Abfallproduzenten im SISTRI verpflichtend eingetragen sein müssen.

Erzeuger, Bewirtschafter, Vermittler und Händler von anderen als den oben genannten Abfällen, können auf freiwilliger Basis dem SISTRI beitreten.

Bis zur Beauftragung des neuen Betreibers des SISTRI und maximal bis zum 31. Dezember 2018 werden weiterhin

  • Abfallerkennungsschein und Abfallregister geführt;
  • die für Abfallerkennungsschein und Abfallregister vorgesehenen Sanktionen angewendet.

Achtung: die für SISTRI vorgesehenen Sanktionen werden nicht angewendet, außer bei fehlender Eintragung in das SISTRI und bei Nichteinzahlung der jährlichen Beiträge (Art. 260-bis, Absätze 1 und 2 GV 152/2006). Diese beiden Strafen sind bis zur Beauftragung des neuen Betreibers des SISTRI und maximal bis zum 31. Dezember 2018 um 50% reduziert.

Die zur Anwendung des SISTRI verpflichteten Subjekte müssen innerhalb 30. April 2018 den jährlichen Beitrag einzahlen und SISTRI die Eckdaten der erfolgten Einzahlung ausschließlich über das Portal des SISTRI in der sogenannten "AREA GESTIONE AZIENDA" mitteilen.

Weitere Informationen und Vertiefungen:

Gesetz 27. Dezember 2017, Nr. 205, Artikel 1, Absatz 1135

Gesetzesdekret 30 Dezember 2016 nr. 244 (in Kraft ab 30. Dezember 2016)

Ministerialdekret 30 März 2016 nr. 78 (in Kraft ab 8. Juni 2016)

Art. 8, Absatz 1 des Gesetzesdekretes 30. Dezember 2015, Nr. 210 (sogenannte "decreto milleproroghe") abgeändert mit Gesetz 25. Februar 2016, Nr. 21.

Art. 9, Absatz 3 des Gesetzesdekretes 31 Dezember 2014, Nr. 192 (sogenannte "decreto milleproroghe") 
Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 24.06.2014

Erläuterndes Rundschreiben über SISTRI vom 31.10.2013 
Umwandlungsgesetz Nr. 125 vom 30.10.2013 zum Gesetzesdekret vom 31.08.2013
Art. 10,  Abs. 3-bis vom Gesetzesdekret vom 30/12/2013 Nr. 150 mit Gesetz  vom 27/02/2014 n. 1 umgewandelt  
Dekret des Umweltministers vom 24. April 2014

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Umweltschutz